Stabsstelle

Arbeitssicherheit

Die Stabsstelle Arbeitssicherheit ist ein interner Dienstbereich des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

Der Wunsch nach Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit entspricht einem elementaren Bedürfnis des Menschen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen technische, organisatorische und soziale Bedingungen geschaffen, sowie Wissen, Wollen und Können der Führungskräfte und der Beschäftigten gefördert werden. Traditionell kümmert sich der Arbeitsschutz um die Unfallverhütung, um den Schutz vor Gefahrstoffen und um ein der Gesundheit zuträgliches Arbeitsumfeld (Licht, Luft, Klima, Geräusche), außerdem um Brand- und Explosionsschutz. Mit dem Arbeitsschutzgesetz sind seit 1996 die Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen und die menschengerechte Arbeitsgestaltung ausdrücklich hinzugekommen. Zusätzlich zur Verhinderung schädigender Einflüsse rückt im Arbeitsschutz damit die Angemessenheit von Arbeitsanforderungen in physischer und psychischer Hinsicht ins Blickfeld.

Aufgabe der Stabsstelle ist es, das Anliegen des Arbeitsschutzes in der betrieblichen Aufbau- und Ablauforganisation zu vertreten und mit ihrer Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz dazu beizutragen, sichere und gesundheitsgerechte Arbeitssysteme zu gestalten.

Ihre wesentlichen Aufgaben ergeben sich aus den gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Vorgaben für die Sicherheitstechnische Betreuung. Diese Betreuung setzt sich zusammen aus dem technischen und dem medizinischen Teil. Dabei übernimmt den technischen Teil die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den medizinischen Teil der Betriebsarzt.

Zusammen beraten sie den Landrat bei der Wahrnehmung seiner Pflichten im Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz. Aber auch die Beratung und Unterstützung der Führungskräfte für einen präventiven Ansatz kann zu ihren Aufgaben gezählt werden. Für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben arbeiten sie ebenfalls eng mit dem Personalrat zusammen, den sie beraten und unterstützen.

Damit sind sie die zentralen Ansprechpartner zu allen Arbeitgeber-Themen und übernehmen die Organisation, Koordination und Beratung in internen Fragen

  • der Arbeitssicherheit
  • des Brandschutzes
  • des Umgangs mit Gefahrstoffen
  • dem Transport von Gefahrgut.

Sie können bei der Erstellung von Arbeitsschutzdokumenten sowie bei speziellen Fragestellungen zu Arbeitsverfahren und Arbeitsmitteln beraten. Sie wirken insbesondere mit

  • bei der Bestellung von Sicherheitsbeauftragten
  • in Arbeitsgruppen, insbesondere dem Arbeitsschutzausschuss
  • bei der Ausarbeitung von Betriebsanweisungen.

Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit sind für die Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen nicht verantwortlich. Ihre Verantwortung beschränkt sich auf die korrekte fachliche Beratung der Führungskräfte und Beauftragten hinsichtlich der Vorschriften und der Schutzmaßnahmen.

Aufgaben Brandschutzbeauftragter

Für den Brandschutz sind in Betrieben aufgrund besonderer Rechtsvorschriften, behördlicher Auflagen oder Gefährdungsbeurteilungen Brandschutzbeauftragte erforderlich, die durch ihre qualifizierte Ausbildung dem Arbeitgeber als zentraler Partner für brandschutzrelevante Themen zur Verfügung stehen.

Die Verhütung und die Verhinderung der Ausbreitung von Bränden sowie die Bekämpfung von Entstehungsbränden sind Gemeinschaftsaufgaben aller im Betrieb beschäftigten Personen. Der Landrat trägt die Verantwortung für die Erreichung dieser Schutzziele. Zum Aufbau einer hierzu erforderlichen Brandschutzorganisation und für die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben, sollten zu seiner Beratung und Unterstützung ein Brandschutzbeauftragter bestellt werden.

Brandschutzbeauftragte sind die zentrale Ansprechperson für alle Brandschutzfragen im Betrieb.
Sie beraten und unterstützen in allen Fragen des vorbeugenden, abwehrenden und organisatorischen Brandschutzes sowie im betrieblichen Notfallmanagement.
Brandschutzbeauftragte sollten zu allen den Brandschutz betreffenden Fragestellungen – schon bei der Planung – rechtzeitig eingebunden werden.
Sie sind bei der Anwendung ihrer brandschutztechnischen Fachkunde weisungsfrei und dürfen wegen der Erfüllung der ihnen übertragenen Aufgaben nicht benachteiligt werden.

Seit dem 01.04.2018 hat der Landkreis einen vom Landrat bestellten Brandschutzbeauftragten.